Farbenspiel

Mal etwas ganz Anderes: hier habe ich ein Farbschema für eine Briefkastenanlage entworfen und mit Acryllack durchgeführt. Jeder Briefkasten hat seinen eigenen Farbton, der im Zusammenhang mit den anderen ein komplettes Farbenspiel ergibt und mit der vorhandenen, nach meinem Gefühl etwas starken Wandfarbe, gut korrespondiert.

Kropp-Fahrlässig

Alte Holzschilder neu beschriftet

Schriftenmaler

Alte Farbe abgeschliffen, gebeizt, fixiert und beschriftet. In der Mitte das Logo genau nach Vorgabe, der Text rechts und links mit Pinselschrift handgeschrieben. Jetzt wird es wieder viele Jahre draußen stehen…

KROPPfahrlässig

Wo bleibt denn jetzt der Frühling!

Ich bin eigentlich schon längst im Frühling angekommen. Wie jedes Jahr häufen sich die Blumen in meiner Küche, die ich mir wieder zu früh besorgt habe und die auf dem Balkon erfrieren würden.

Eine schöne Abwechslung, wenn man wie ich die Finger nicht stillhalten kann: Beschriften der Töpfe. Ich mache das wahnsinnig gerne mit den Stiften von Molotow.

Formel1 Grand Prix Monaco 1959 – gemaltes Plakat

Wieder ein spannender Auftrag: das original Plakat malerisch ausgeführt – mit ein paar persönlichen Änderungswünschen. (Anderes Auto, andere Nummer..)

Nachdem ich bei meinem Vater, Schriften- und Plakatmaler, gelernt und gearbeitet habe, eine Wunscharbeit!

Ich nehme für solche Arbeiten gerne die Acrylfarben von Lascaux. Leider muss ich sagen, dass mich das Weiß dieser Serie inzwischen enttäuscht, die Deckkraft ist gleich null. Habe mir jetzt eines von Amsterdam gekauft, mal sehen ob das besser ist.

Als Maluntergrund habe ich eine Malpappe ausgewählt um den Plakatcharakter nahe zu kommen. Grundiert mit weißem Gesso.

Die Malerei ansich ist sehr plakativ gehalten, wie bei der Vorlage. In der Farbenvielfalt eher reduziert, es war ja ein Druck und damals gab es noch keine Digitaldrucker, also pro Farbe ein Arbeitsgang. Natürlich gab es die Möglichkeit der Rasterung, dies habe ich mit Mischtönen nachempfunden.

Außerdem wichtig, die richtigen Pinsel! Tatsächlich arbeite ich mit den wunderbaren Kolinsky Rotmarder — schöner Farbauftrag möglich und die Spitze bleibt spitz. Teilweise habe ich meine Pinsel vor über 25 Jahren gebraucht von meinem Vater übernommen, wenn man diese Pinsel gut behandelt hat man sie ewig, was den sehr hohen Preis zusätzlich erklärt. Aber eben auch die bleibende Form und die Fähigkeit Farbe lange abzugeben macht sie wertvoll.

Noch kurz zur Pflege: ich achte darauf sie nie! tiefer als bis zur Hälfte der Haare in die Farbe zu tauchen, also auf jeden Fall nicht bis zur Zwinge! Und nach dem Gebrauch reinige ich sie vorsichtig mit Olivenseife, das schützt die Haare vor dem Austrocknen. Mit diesen Zwei Punkten und natürlich fachgerechter Umgang beim Malen habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht.

Für die Grundierung einen breiten Flachpinsel.

Plakat- und Schriftenmaler

Kropp-Fahrlässig

Pinselhandschriften

Also zur Zeit bin ich nicht im Urlaub und trotzdem viel unterwegs. Und damit hier mal wieder etwas erscheint, habe ich mir vorgenommen zwischendurch immer mal wieder ein kleines Foto von meiner momentanen Arbeit reinzusetzen.

Heute zeigt das Foto einen Ausschnitt von vielen groben Bilderrahmen, die von mir mit dem Pinsel mit Ihren Titeln beschriftet werden. Eine wirklich wunderschöne Arbeit!

Ich schreibe mit einem ca. 6mm breiten Schriftenmalerpinsel aus Naturhaar und als Farbe verwende ich die gute alte Plaka, eine Kaseinfarbe. Um die Schrift zu schützen gehe ich danach mit einem Renaissance Wachs über die Schrift, dass holt die Farbe noch einmal vorsichtig hervor und ist entsprechender als ein Lack.

Zu sehen sind die Rahmen dann mit äußerst interessanten Bildern bestückt im Heimatmuseum in Tegernsee. Die Ausstellung, bei der ich mitwirken darf, ist wirklich spannend und handelt von der Zeit um den zweiten Weltkrieg am Tegernsee. Auch viele Künstler kommen vor, Schriftsteller und Maler…

holzrahmen_handbeschriftet.jpg

Historische Fahrzeuge beschriften …

Ein Anruf, „Sie können doch mit dem Pinsel schreiben“( – aber sicher!) „Schön, ich möchte meinen restaurierten Büssing Langholztransporter von 1950 wie früher mit der Hand beschriftet haben.“

Ok. Das ist doch mal eine neue Anfrage. Mit dem Pinsel schreiben ist kein Problem, aber womit schreibe ich auf ein Auto? Der Kunde sagte er bringe die Farbe mit, das wisse er noch von früher. Außerdem ein Foto damit ich die Schrift erkenne. Das Foto war leider ein sehr schlechter Ausdruck, Schriftfeldgröße 1,5 cm breit, aber nach ein wenig Photoshop Bearbeitung erkannte ich die Schrift, eine abgeänderte Fraktur. Auffällig, kein langes s wie es die Schriftregel verlangt hätte, aber oft wurde es später wegen einfacherer Lesbarkeit durch ein rundes s ersetzt. Mir war hier die originalgetreue Wiedergabe von 1950 wichtiger als uralte Schriftregeln.

Vor der Beschriftung selbst habe ich den vorgegebenen Text erst auf Papier geschrieben um ganz genau zu wissen wie lang die einzelnen Zeilen werden, es sollte ein Mittelachsensatz werden. Danach ging es los: Die Farbe, ein zwei komponenten Acrylharzlack lies sich wunderbar auf dem neulackierten Türen schreiben. Zwischendrin immer wieder die Pinsel mit Olivenseife reinigen, damit sie nicht leiden. Die leichten Ansätze und der Pinselzug sind schön zu erkennen, was das Ergebnis verfeinert. Wesentlich filigraner als mit einer Schablone! Und natürlich originaler. Natürlich, die Schwierigkeit ist, dass nichts vorgezeichnet werden kann, hier muss die Schrift sitzen.

Zu sehen ist der fertig renovierte Büssing in Petershausen bei München. Nicht zu verfehlen, in einem speziell gefertigten Glasschaukasten.

Handbeschriftetes Historisches Fahrzeug